Unbekannte Hetzerin beschimpft Strache und Grüne!

Der Wiener Wahlkampf wird immer kurioser, eine bislang unbekannte Frau beschimpft FPÖ Chef Strache und meint er wäre ein Hetzer, den Grünen wirft Sie systematisches Lügen und Korruption vor.

Wien: Es ist wieder Wahlzeit, in Wien wie auch in Oberösterreich treten tausende Arbeitslose gegeneinander an um nicht weiter vom AMS ihre Stützungszahlungen zu erhalten, sondern vom sogenannten Politiker- und Parteienförderungsprogramm des Staates Gelder zu bekommen, deren Höhe sie dann selbst bestimmen dürfen.

Da die am Markt überzähligen Geschichtsabsolventen, Politikwissenschaftler, Juristen und Betriebswissenschaftler auch einen Job brauchen von dem Sie leben können, versuchen nun viele von ihnen auf der Straße und in öffentlichen Diskussionen die "Wähler" davon zu überzeugen ihnen eine Beschäftigung zu geben. Diese armen Seelen möchten sich mit Hilfe der Wahlberechtigten aus der  Obhut des Arbeitsmarktservice befreien und ihrem Leben wieder einen Sinn geben.

Mit Hassparolen gegen Mitbewerber

Doch nun zum Fall der die Politik so erschüttert und für viel Wirbel sorgt.
Mit "Strache hasst ..." und "GRÜNE LÜGEN" machte diese Woche eine bislang völlig unbekannte junge Frau im Wiener Wahlkampf auf sich aufmerksam. 

Die nach eingehender Recherche durch die Eintagskronen identifizierte Frau ist die Nationalrätin Beate Meinl-Reisinger und kandidiert für die als liberal und sehr tolerant geltenden NEOS.

Bild 1: Mit eindringlichen Blick und im Strache Look versucht die Spitzenkandidatin der NEOS im Wahlkampf noch einmal Stimmung zu machen.

Sie versucht nun in der heißen Phase des Wahlkampfes mit fragwürdigen Methoden der Stimmungsmache FPÖ als auch Grüne anzupatzen um somit im Wahlkampf überhaupt aufzufallen.

Beate Meinl-Reisinger hatte früher einen Posten bei der Volkspartei, war damit aber nicht weiter zufrieden und bekam eine Depression ob der verkrusteten Strukturen in der Wiener ÖVP. Danach trat sie den NEOS bei und wurde ob ihrer langen politischen Erfahrung und einer finanziellen Spende des Kaffeefabrikanten Julius Meinl in die vorderen Ränge des Nationalratsbewerbungsteams aufgenommen.
Nachdem die NEOS die notwendigen 232.946 Unterstützungsstimmen erreichten ließ man die neue Partei in den Nationalrat einziehen.

Warum Beate Meinl-Reisinger ihre Schimpftiraden nun so öffentlich inszeniert, ist ihren Mitbewerbern wie auch Politberatern völlig unklar.
Die Zugriffszahlen auf Youtube mit 184 und bzw. 175 Aufrufen (aktueller Stand zu Redaktionsschluss) zeigen dass diese Negativ-Kampagne weniger gut läuft, als man es in der pinken Wahlkampfzentrale erwartet hätte. Böse Zungen behaupten, dass es sich bei den Zuschauern bislang nur um die politischen Mitbewerber, Anwälte und die Staatsanwaltschaft handelte.

Plagiatsvorwürfe seitens der FPÖ

H.C. Strache hatte von der Blondine mit den grünen Augen bislang sehr großen Respekt.
"Nun kopiert Sie mich mit Seitenscheitel blauen Sakko und weißer Bluse auf der ein Priesterkragen hängt"; beklagt sich der FPÖ Chef.

Sein Kampagnenleiter Herbert Kickl wirft den NEOS sogar Ideendiebstahl vor und meint dass es sich bei den Videos um billige Plagiate einer noch nicht "veröffentlichten" FPÖ Serie handle, die man jetzt "kübeln" könne.
Die Freiheitlichen wären somit weiterhin dazu verdammt ihren passiven Wahlkampf fortzusetzen und nichts zu tun.

"Nicht dass wir den aktuellen Wählertrend nicht gutheißen, verstehen Sie uns bitte nicht falsch. Aber als Kampagnenleiter ist es frustrierend nichts zu tun und trotzdem von Umfrage zu Umfrage Zuspruch zu gewinnen, dass lässt mich ja schon beinahe überflüssig werden!";sagt ein leicht frustriert wirkender Herbert Kickl gegenüber einer rumänischen Austauschstudentin die im Beisein unserer Redakteurin bei einem Wahlwerbstand vor dem Rathaus das freiheitliche Mastermind fragt, warum es kaum FPÖ Plakate und Zeitungsanzeigen in Wien gibt.

Video 1: H.C. Strache wird von Meinl-Reisinger als ewig gestriger Schwulenhasser beschimpft.

Strache der sich bis vor einigen Jahren neben der Politik auch noch ein zweites Standbein als Zahntechniker aufgebaut hatte, zeigt sich äußerst schockiert:
"In der Öffentlichkeit haben wir uns noch nie so beschimpft und kritisiert, im Parlament und somit am Arbeitsplatz ist das eine andere Sache!"

"Grüne Lügen" macht betroffen

Noch tiefere Spuren der Betroffenheit findet man bei den Grünen.
Eine sichtlich verletzt wirkende Maria Vassilakou, die von ihren ParteikollegInnen liebevoll als "Heilige Maria" gedutzt wird, fühlt sich nicht nur persönlich angegriffen sondern auch noch in ihren Gefühlen verletzt.

Die studierte Dolmetscherin und linke Hand von Wiens Bürgermeister Michael Häupl wurde mehrfach von Meinl-Reisinger der Lüge bezichtigt und sieht sich nun gezwungen zum Schutze ihres Amtes rechtliche Schritte einzuleiten.

Video 2: Grüne Lügen, Meinl-Reisinger betreibt laut Meinung führender Juristen Volksverhetzung.

Vassilakou kam nach drei Stamperl Ouzo im Gespräch mit unserem Redakteur wutentbrannt auf den Punkt:

_"So etwas kann frau/trans/man sich nicht gefallen lassen. Für das wenige Geld und die gleichermaßen hohe Verantwortung für fast zwei Millionen MenschInnen, lasse ich mich nicht von dieser Person auf das Äußerste denunzieren und insultieren, Kritik steht nicht in unserem Arbeitsvertrag. Schauen Sie sich die Vorstandsmitglieder von Daimler-Benz oder VW an, die verdienen Millionen Euro im Jahr für wesentlich weniger Verantwortung als ich Sie habe, bei diesen Gagen muss man sich auch gerne einmal eine Beleidigung oder Kritik anhören, aber ich muss das nicht_"

"I zeig die Oide an!"; setzte Sie ihrem Statement einen für Wien typischen Schlusssatz.

Vassilakous Vorgesetzte Fr. Dr. Eva Glawischnigg, ihres Zeichens Bundesparteichefin und Chefjuristin der Grünen, spricht im Zusammenhang mit dem Sager "GRÜNE LÜGEN" von "Volksverhetzung" und hinterlegte bereits eine Anzeigebei der Staatsanwaltschaft Wien. Sie verlangt nun von allen anderen Parteien die NEOS auf die Liste der verbotenen Terrororganisationen zu setzen.

Das Schimpftheater ein Verzweiflungsakt

Politikwissenschaftler Prof. Peter Filzmaier  sieht mehrere Gründe als Ursprung für die nicht zu tolerierenden Äußerungen Beate Meinl-Reisingers.
Er ortet ein enormes Spannungsfeld als Auslöser für solche Kampagnen. So ist es laut Filzmaier oft der finanzielle und existenzielle Druck der auf den "Wahlwerber" lastet und diese zu solchen Aktionen verleitet.

"Das AMS streicht in Wahlzeiten den Kandidaten die Arbeitslosen- oder Notstandsgelder da diese Personen in der Statistik als "Beschäftigte" auftauchen, auch wenn Sie kein Geld für ihre Arbeit erhalten. 
Verknüpft mit einem unbefriedigten Geltungsdrang um nach Vorne zu kommen und in Kombination mit parteiinterner Kritik zu wenig Profil zu zeigen, ist dies der Cocktail der viele Jungpolitiker zu solchen Verzweiflungstaten treibt."; so der ORF Chefanalyst.

Bild 2: Im Zuge der sich bedingt durch den Wahlkampf in Wien weiter verschärfenden Situation, verteilt Bürgermeister Häupl Regenschirme an die Bevölkerung.

Ob der Wähler dafür an der Urne seine Stimme gibt, wird sich zeigen. Die politischen Mitbewerber richten sich aber bereits auf weitere Schlammschlachten in den nächsten Wochen ein.
So verteilt beispielsweise die SPÖ mittlerweile Regenschirme an die Bevölkerung, um diese vor direkten Angriffen durch mögliche Schmutzkübelkampagnen zu schützen.

Gepostet am 19. 09. 2015