Spielfeld - Massenflucht nach Krampuslauf

Alle Jahre wieder finden in der Steiermark zwischen Mitte November und Mitte Dezember Krampus- / Perchtenläufe statt. Diesmal dachte man sich, man will den Flüchtlingen etwas Gutes tun und veranstaltete einen Krampuslauf im Hotspot Spielfeld an der slowenischen Grenze.

Nachdem der Antrag auf Änderung und Erweiterung der Route des heurigen Krampus-Laufs mit Nikolo-Besuch auf Initiative der FPÖ Fraktion im Gemeinderat von Straß-Spielfeld einstimmig angenommen wurde und auch der Hotspot Spielfeld in die Veranstaltung mithineingenommen wurde, kam es am Samstag Abend zu einer Panik im Transitbereich Spielfeld.

Nach der erfolgten Winteraustreibung in Spielfeld liefen die Perchten mit Gebrüll Glockenläuten, Fackeln und bengalischen Feuern begleitet von Explosionsgeräuschen der Kracher die die Perchtenläufer auf den Boden warfen direkt zur Grenze rüber, als die Flüchtlinge die Gerade auf ihre Busse nach Deutschland warteten, die grässlichen Fratzen und Schergen sahen, gerieten einige Hundert von diesen armen Seelen in Panik.

"Plötzlich fielen Dutzende von ihnen auf den Boden und beteten zu Allah, einige machten sogar Kreuze und verlangten nach einem Priester um sofort getauft zu werden!", beschreibt ein freiwilliger Helfer die Szene. Zwar waren die Flüchtlinge durch die Absperrungen wie es bei anderen Veranstaltungen dieser Art üblich ist, getrennt, aber trotzdem kam es dazu dass mehrere Hundert Flüchtlinge der blanke Schrecken packte und sie panisch die Flucht ergriffen entlang der Seitenteile, lies, wie die Regierung den Zaun zwischen Spielfeld und St.Egidi (Szentil) nennt. Manche rannten sogar zurück nach Slowenien und wollten sofort wieder in den nächsten Expresszug Richtung Süden.

Karmpus Spielfeld 1k.JPG Bild: Die Perchten heizten mit Fackeln mächtig ein, auch ein kleiner Bub war unter den Perchtenläufern.**

IS-Kämpfer ergaben sich auf der Stelle:

Unter der gestrigen Flüchtlingsgruppe (ca. 1.500 Personen) waren auch einige schwarze Schafe dabei, also Kämpfer des IS und verschiedener Terrorgruppen aus Syrien die auf Dienstreise nach Westeuropa waren und dann ihre Tätigkeiten dem Islamischen Staat unterschieben wollten.

Insgesamt 72 dieser Junggesellen ergaben sich auf der Stelle den Sicherheitsbehörden, ein Redelsführer gab in einer öffentlichen Stellungnahme folgendes den Journalisten vor Ort zu Protokoll: "Ich habe Geschichte in Damaskus und Istanbul studiert, von solchen Teufelsbataillonen wurde aber nie berichtet. Jetzt weiß ich warum die Türken nie weiter als bis Graz oder Wien gekommen sind. Diese Teufelsläufer sind ja eine Zumutung für die Nerven eines jeden aufrichtigen Soldaten Allahs. Wenn ihr schon eure Kinder mit solchen Methoden erzieht, will ich garnicht wissen, was eure Soldaten drauf haben, ich ergebe mich!"

Der Redelsführer Mahmut ben Abdani spielte vor allem darauf an dass auch Kinder und Jugendliche unter den Perchten waren, die heuer auch erstmals LED-Lichter in den Masken einbauten "um noch teuflischer zu wirken", wie es einer verkleideten Krampuse nach der "Show" ausdrückte.

Der Direktor des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) Peter Gridling gab sich indes über das Ergebnis der Operation "Krampus", wie die ungeplante Verhaftungsaktion nachträglich benannt wurde, beeindruckt. "Es hätte niemand damit gerechnet dass uns 72 Gotteskrieger an einem Abend ins Netz gehen!"; so Gridling in seiner Aussendung vom Sonntag Vormittag. Gridling gratullierte den Perchtenläufern für ihren Einsatz und gab an mit Innenministerin Mikl-Leitner in Zukunft ähnliche Aktionen im Fokus zu bewahren.

Strache erfreut, Pilz empört:

Bild: Straches Posting sorgt für Debatten und Aufsehen!

Der FPÖ Parteichef Heinz Christian Strache zeigte sich erfreut über das Ergebnis der Aktion und lies via Facebook ausrichten*: "Wir sind es unseren Kindern schuldig, das Kulturgut unserer Heimat zu schützen und für die Zukunft zu bewahren." Unter dem Motto, "Unsere Tradition unsere Zukunft", präsentierte Strache zudem noch ein neues FPÖ Plakat mit Perchte drauf.

Peter Pilz, Sicherheitssprecher der Grünen, der aus seiner Jugendzeit in der Obersteiermark die Tradition der Perchtenläufe kennt verurteilte die Aktion und forderte vom Bürgermeister von Straß-Spielfeld mehr Taktgefühl gegenüber den Mitbürgern die aus dem Krieg kommen, ein. "Das ist doch bitte eine perfide Idee gewesen, wer kann denn bitte so dämlich sein, einen Perchtenlauf bis zum Hotspot Spiefeld zu erlauben. Hat der Gemeinderat in Straß-Spielfeld völlig den Verstand verloren"; so Pilz, der ein sofortiges Verbot Schirchperchten, Kreuzen und Krampuskostümen forderte.

Zu Straches Posting wollte Pilz sich nicht äußern. "Das ist angesichts des Chaos in Spielfeld verständlich"; so der Politiloge Dr. Norbert Hofer, der die Pressekonferenz von Pilz noch im Pressefoyer der Grünen, ausdrücklich analysierte.

Zuletzt bleiben noch die Nikoläuse, diese gingen unerfüllten Werkes wieder Nachhause, denn weder Kinder, noch andere Flüchtlinge trauten sich nur in die Nähe des Vorplatzes.

Bis demnächst, ihre Eintagskronen.

Fotos: Claudio Schiesl, Johannes Jaritz / Wikimedia (CC BY-SA 3 0 AT)

Gepostet am 06. 12. 2015