Skandal - Triestiner halten nicht zu italienischer Handballmannschaft

Triest- Das Spiel Italien vs. Österreich gestaltete sich zur Überraschung der österreichischen Nationalmannschaft zu einem Heimspiel, nicht nur dass man völlig überraschend 27:40 gewann, nein auch die triestinischen Fans versagten der italienischen Nationalmannschaft mehrheitlich die Treue und wehten mit österreichischen Fahnen.

Zur Verwunderung des Dutzends österreichischer Sportbegeisteter die die Firma Stiegl sponserte und die mit der österreichischen Nationalmannschaft im Eurobus von Wien nach Triest aus mitgefahren waren, saßen plötzlich hunderte Triestiner neben ihnen. Mit Schwarz-Gelben Schals, rot-weiß-roten Fahnen und Vuvozellas bewaffnet unterstützten diese "ihre" Nationalmannschaft. Die österreichischen Fans kannten sich großteils nicht aus, insbesondere die Doppeladler-Fahnen brachten sie ins grübeln, denn bekannterweise hat der österreichische Bundesadler seit 1918 nur noch einen Kopf.

Bild 1: Schon beim Einzug war so manchen Beobachter etwas komisch vorgekommen.

Hermann Weißmacher aus Wien-Hernals beschreibt die unglaublichen Szenen:

"Jo, also wir waren schon sehr baff! Wer hätte das gedacht? Ich habe mich am Anfang gornet auskannt, mei Frau hat gemeint, ob des Fans von Borrussia Dortmund san die sich in der Tür geirrt hätten, wir hobn sie drauf hingewiesen dass das Fussballstadion wo anders ist, Aba dann hob i dann amal anen von dena gfrogt wos des sui, draufhin sagte der zu mir "Vivat Austria, Wien ist Wunderbar!". I hob die Woit nimma verstanden, wie komma die Italiäna auf die Idee dass die zu uns ghearn, aber mir isch scho vorkumma dass i amal a Gerücht ghört hätt, dass da Triest amal zu Österreich ghert hätt, oder umgekehrt. I kenn mi nimma aus! Wie is des übahaupt mäglich dass unsere Leit gegen die Nudlgfraster gwinna? Hicks!

Auch der italienische Handballsportverband ist schockiert. "Wie konnte so etwas passieren" - fragen sich viele Funktionäre, gemeint ist nicht die Niederlage, mit der hatten die Italiener kurioserweise gerechnet. Nein, es geht darum dass die Triestiner nach fast 100 Jahren freiwilliger Mitgliedschaft bei Italien nun auf einmal für Österreich die Daumen drücken und die Fahnen wehen, ein unsagbarer Zustand.

Bild 2: Doppeladler, die Flagge der K.u.K. Kriegsmarine, Stiegl und der Bundesvogel friedlich miteinander vereint.

Alberto Bossi, der Chef des Handballverbandes verlangte umgehend Konsequenzen, er sieht den italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi nun in der Pflicht, dieser soll ein Gesetz schaffen, welches das anfeuern ausländischer Mannschaften in Italien durch italienische Staatsbürger verbieten soll. Als erste Maßnahme wird die italienische Handball-National-Mannschaft keine Heimspiele mehr in Triest abhalten, nach Bozen ist Triest damit die zweite italienische Stadt in der keine Nationalmannschaftsspiele durchgeführt werden.

Triestiner sollen in Zukunft genauso wie Süd-Tiroler keine Tickets mehr für Spiele der italienischen Nationalmannschaft kaufen dürfen. In Zukunft will man hier auf Nummer sicher gehen und alle Störquellen vorzeitig beseitigen.

Der triestinische Österreich-Fan Roberto Heimisch beschrieb die Szeneraie wie folgt:

"Meine Großvater hatte imma gesagt, Roberto Du bist Esterrreicher, nicht Italiäner, da hatte er mir gegebene Fahne. Als ich gehärt habe das Nationalmannschaft kommt, dachte ich Nase voll, Flasche leer! Ich habe angerufe alle Freunde und Familie, wir haben alle Fahnen aus Museum geholt und geschaut das ma da Ramba Zamba macha. Apropos, wo ist Franz Josef, so lange nicht mehr gsehen?"

Bild 3: Solche Fans hätte man gerne öfters - vielleicht nimmt sie Marcel Koller mit nach Frankreich.

Der isländische Trainer der österreichischen Nationmannschaft gab sich ob der unerwarteten Unterstützung aus Triest weniger verwundert und sehr gelassen, so sagte er gegenüber unserem Reporter Silvio Kroscako folgendes:

"Bitte das ist doch nicht verwunderlich, Italien besetzt Triest seit 60 Jahren, die behaupten dass die Stadt zu ihnen gehört. Dabei weiß doch jedes Kind dass das Freie Territorium Triest bis heute existiert und nur unter italienischer Verwaltung steht. Lernt's Geschichte, sage ich immer zu meine Buam in der Mannschaft, anscheinend muss ich beim nächsten Training a bisserl nachschärfen."

Die Nachricht vom österreichischen Sieg in Triest hat sich hingegen bereits bis nach Wien ausgebreitet, der österreichische Fußballnationaltrainer Marcel "Wunderwuzzi" Koller gratulierte seinen Kollegen zum Erfolg und ließ den triestinischen Fans ausrichten dass man ihnen gerne 50 Freikarten für die Europameisterschaft in Frankreich zukommen lassen werde, Fahrt und Hotel müssen Sie jedoch genauso wie das Postporto selber zahlen...

Bleiben Sie uns auch im neuen Jahr treu,

ihre Eintagskronen!

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Quellen:

Bild 1: Österreichische Handball Nationalmannschaft

Bild 2 u. 3: Club Touristi Triestini

Gepostet am 07. 01. 2016