Nach TS Misserfolg - Stronach kauft Volkspartei

Neuerlicher Paukenschlag im Politikzirkus, Frank Stronach kauft ÖVP.

Der österreichische Politikzirkus kommt nich zu Ruhe, nachdem zweifachen Minister- und Kanzlerwechsel auf der Regierungsbank und dem Kopf an Kopf-Rennen bei der Bundespräsidentenwahl, ist nun Frank Stronach nach langem wieder öffentlich aufgetreten.
Der Selfmade-Milliardär aus Weiz, hat gestern quasi das aus für sein Team-Stronach verkündet und gleichzeitig angekündigt die ÖVP zu kaufen.

"Ich habe mich mit dem Christoph (Leitl) von der Wirtschaftskammer getroffen und gemeint, "Was kostet die ÖVP?", sagte Stronach vollmündig auf der Bühne seines Racinos in Ebreichsdorf, mittels Einspieler via Videowall kam prompt die Antwort von Christoph Leitl, "Einhundert Millionen, Frank!". "Habe ich gesagt, Schilling? Hama uns auf 50 Millionen Kanadische Dollar abzüglich Steuern geeinigt. Weil Ordnung muss sein.", sagte Stronach.
Das hat den Christoph so gefreut, dass er prompt fünf neue Mitarbeiter in der Wirtschaftskammer engagiert hat, die den Deal mit mir abwickeln.", sagte Stronach, der über das Ergebnis sichtlich erfreut war.
 

Stronachs Vision Österreich

Bild: Stronach über seine "VISION Österreich".
 

Die Volkspartei wird ab 2018 unter dem Namen "Vision Österreich" mit einem Retrologo dass an ihr Markenzeichen aus den 1980er Jahre erinnern soll, antreten. Das Team Stronach wird aber mit der Volkspartei "vorerst" nicht zusammengelegt.
Auf die Frage was Stronach nun mit den Abgängern seiner Partei mache, die schon zuvor in die Volkspartei gewechselt sind, antwortete der Milliardär lapidar mit: "Ich sag Ihnen mal was, warum glauben Sie habe ich den Laden so billig bekommen?"
Da z.B. Kathrin Nachbaur von Stronach ausgebildet und hochgezogen wurde, rechnete er diese "Aufwuchskosten" vom Kaufpreis ab. Was erhalten bleibt, ist das Motto der Volkspartei "Wir sorgen für Bewegung", denn der Austrokanadier betonte, zwar dass es ihm um eine "wertstabile" Partei gehe, aber dass man auch "flexibel" sein müsste. Stronach wörtlich: "Die Werte müssen passen, sonst musst Du gehen und man muss immer flexibel sein, weil Du musst dorthin gehen wo das Geld ist, weil Geld ist Macht und Macht braucht man und frau!"
Ob das Motto auch eine Homage an den ständigen Parteiwechsel von Team-Stronach Mandataren darstellt blieb offen, Peter Filzmaier der neben unserem Korrespondenten in Ebreichsdorf saß, konnte sich jedenfalls vor Lachen nicht mehr halten.

 

ÖVP Logo 1980

Bild: Retrodesign, bereits in den 80ern hatte die Volkspartei ein V im Logo.
 

Auf Nachbaur angesprechen, gab sich Frank Stronach mittlerweile gelassen: "Die Kathi ist ein Mensch wie ich. Ich habe Ihr verziehen! Jetzt gehört Sie wieder mir und Ende im Gelände!"

Eine erste Reaktion gab es unter anderem von FPÖ Chef H.C. Strache der meinte: "Da hat es sich jemand wieder einmal gerichtet."
Der Klub- und Parteichef der Freiheitlichen sehe in der "Causa Stronach" ein Zeichen dafür, dass die "Hautevolee" in diesem Land es so richtet wie es für Sie gerade passt. Die FPÖ werde sich weiterhin für die Bedürfnisse der "kleinen Leute" einsetzen und sieht sich einmal mehr als Opfer der ständigen Umfärbelungspolitik des Restbestandes von BZÖ-Abgeordneten, die sich noch weiterhin weigern, sich wieder "rechts" in die Partei einzuordnen.
"Die werden sich noch wundern, was alles geht!", sagte Strache als er ankündigte, notfalls die knapp 10% Wähler die BZÖ und Team Stronach bei der letzten Wahl auf sich vereinigen konnten, einzuklagen, damit die FPÖ über den "Rechtsweg" stärkste Partei in Österreich wird.

Ebenfalls zu Wort meldete sich Gewerkschaftsboss Erich Foglar, der die rechtliche Abwicklung des Verkaufes prüfen wolle und den ÖAAB Betriebsräten anbot gratis zur Gewerkschaft zu wechseln, die ersten fünf Jahre würde die Gewerkschaft die Einhebung des Mitgliedsbeitrages aussetzen (nicht verzichten). Foglar wörtlich zu Übernahme der ÖVP durch Stronach: "Wollte der Stronach nicht unlängst die ÖBB kaufen? Naja, dann haben wir ja noch einmal Glück gehabt!"

Der Verkauf der ÖVP wird demnächst durch die Wettbewerbsbehörde und den Verfassungsgerichtshof geprüft, sollte es keine Einwände geben, ist mit einer Abwicklung des Verkaufs bis Anfang 2018 zu rechnen. Gerüchten zufolge soll die unabhängige und ehemalige Richterin Dr. Irmgard Griss als Rechnungsprüferin zur Kaufabwicklung eingesetzt werden.

 

Gepostet am 04. 06. 2016