Nach EM Aus - Politik fordert mittelmäßigere Mannschaft

Österreich liegt am Boden. Die Strategie "Brot und Spiele" funktioniert nicht mehr, die Bevölkerung fordert nun auch Erfolge. Weil die Nationalmannschaft nicht mehr so deprimierend wie die Jahre davor gespielt hat und sich diesmal zur Fußballeuropameisterschaft in Frankreich qualifizierte, sind vor allem sozialdemokratische Funktionäre um den "Sozialen Frieden" in diesem Land besorgt. Es gilt nun die Lage wieder schlecht zu reden, denn im Fußball ist im Gegensatz zur Politik etwas weitergegangen, daher braucht es jetzt Maßnahmen die das wieder ändern, ansonsten hätten Österreichs Politiker schnell ein Problem den "Stillstand" im Hohen Haus der Bevölkerung als unüberwindbares Faktum darzustellen um sich nicht anzustrengen.

Politik - im Schockzustand.

Obwohl die österreichische Mannschaft Portugals Superstar Ronaldo mit ihrer Inkompetenz am Samstag zum Narren hielt, verlor das Nationalteam gestern gegen die Isländer.
Nun fordert der Chef der österreichischen Gewerkschaft Erich Foglar die Kündigung von Marcel Koller und die Wiedereinsetzung des österreichischen Mittelmaßes. Foglar wörtlich:
"Ich hab mit dem Beppo (Mauhart) gesprochen, das ist ja alles viel zu teuer. Für uns Funktionäre bedeutet eine Europameisterschaft noch mehr Anstrengung und wir müssen Millionen von Euro ausgeben um der Bevölkerung zu erklären, dass wir Europameister werden könnten! Das geht so nicht weiter, da bleibt ja für uns nichts mehr übrig."

Auch der neue Sprecher der Sozialdemokratie nahestähenden Bundessportorganisation (BSO), ein gewisser Werner F. (Nachname der Redaktion bekannt), sah zwar die Qualifikation zur Fußballeuropameisterschaft in Frankreich, neben dem Sieg von Conchitta Wurst beim Song Contest als die größte Leistung des ehemaligen Bundeskanzlers Faymann, verwies aber auf bislang unnötige Herausforderungen die auf Österreich zukommen. "Jetzt müssen wir soviele Millionen Leute psychologisch betreuen und haben nicht einmal das Fachpersonal zur Behandlung einer solchen Massenpsychose!", so der Pressesprecher der BSO und forderte mehr Ärzte aus dem arabischen Raum um mit dem Problem umzugehen.

Ebenfalls besorgt zeigte sich Innenminister Sobotka, dieser verlangt nun eine geregelte Einreise- und Quarantänemaßnahmen für die 30.000 enttäuschten Fans. "Diese Rückkehrer stellen ein Sicherheitsrisiko für die Republik dar!"; so der der Minister in einer Aussendung.

Etwas gelassener nimmt es Bundeskanzler Kern, er möchte bei einer Parade auf der Ringstraße die gescholtene Mannschaft und die Minderheit der Optimisten unter den Fans, gefühlsmäßig auffangen und ermuntern. "Es wäre nun notwendig sich zurückzulehnen und auf den Lorbeeren auszuruhen.", so der Kanzler, der auf den legendären und realpolitisch unbedeutenden Sieg von Cordoba gegen Deutschland als ewige Heldenlegende verwies. 

Beppo Mauhart fordert Schulterschluss


Wir fragten auch den ehemaligen Chef des österreichischen Fußballverbandes (ÖFB) Beppo Mauhart, wie er die Lage sieht. Der Ehrenpräsident wurde in einem exklusiven Telefon-Interview dass er mit den Eintagskronen führte, sehr, sehr deutlich.

Eintagskronen: Herr Ehrenpräsident Mauhart, was sagen Sie zum EM-Aus der österreichischen Mannschaft?

Beppo Mauhart: "Wissen Sie was das ist? A Schaß is des, sowas kann ja net sein, z'erst san ma seit 8 Jahren wieder bei einer EM, seit 18 Jahren wieder aus eigener Kraft bei einem Turnier und dann sowas? Wir hatten als Verband keine Probleme zu den besten 80 Mannschaften der Welt zu gehören, da war ma no immer besser als die anderen 120 hinter uns. Aber jetzt hama uns blamiert, jetzt müss ma uns rechtfertigen! Wissens wie lange es dauern wird dass wir das Niveau wieder herunterschrauben können, damit sich auch keiner mehr aufregt? Das wird jetzt sicherlich 20 Jahre brauchen!"

Eintagskronen: Sind die Medien also gefordert den Fußball wieder schlecht zu reden?

Beppo Mauhart: "Was heißt da gefordert? Die gehören gesetzlich dazu verpflichtet das zu tun, Sie haben uns ja die ganze MIsere erst eingebrockt. Z'erst haben's im Präsidentschaftswahlkampf groß schwadroniert, ob die erste Dienstreise des  Bundespräsidenten nach Paris zum EM Finale Österreich gegen "Irgendwenn" ist, dann hat's des erste Erwachen nach dem Match gegen Ungarn gegeben und die Medien haben die Mannschaft wieder zerrissen."

Eintagskronen: Was wünschen SIe sich also?

Beppo Mauhart: "Jetzt braucht's natürlich eine Zäsur, mit Schulterschluss zum Mittelmaß. Da muss die Sozialdemokratie wieder verstärkt darauf schauen, dass die Lage medial so schlecht geredet wird wie es jahrelang Usus war. Es muss wieder mehr "durchschnittliche" Spieler mit Parteibuch im Kader geben und ein Trainer aus der Cordoba Mannschaft her. So an wie den Robert Sara, da Krankl und da Prohaska san no zu jung und waren zu erfolgreich in der Vergangenheit. Stellen Sie sich nur vor, die Mannschaft darappelt sich und bei der nächsten Weltmeisterschaft passiert wieder so a Schaß. Was ist denn dann? Dann hama an Volksaufstand in Wearn, da könn wia Sozialdemokraten stiften gehen, das dann könn ma dann und mei Villa am Wörthersee, die ich ma mit der Abfertigung ausm Verkauf der AUSTRIA TABAK geleistet habe, kann i ma in die Hoar schmiern!"

 

Fazit:

Die Republik ist nun in der schwersten sportlichen Krise seit dem Rückzug von Hermann Maier aus dem Skisport, es bleibt abzuwarten ob die Bevölkerung ebenfalls dem Ende des Profifussballs in Österreich zustimmen wird oder weiter "probieren" will.
Weil Übung, macht ja bekanntlich den Meister!


IHRE EINTAGSKRONEN!

 

BILD: ORF 1, Island - Österreich 22.06.16

Gepostet am 23. 06. 2016