Mit Fehlstunden zum Verteidigungsminister

Wie sich nun herausgestellt hat, muss Verteidigunsminister Mag. Klug aus einem anderen Grund das Amt machen, als es bislang vermutet wurde. Der Minister leistet nämlich in einem Modellversuch seine 8760 Fehlstunden aus der HTL Bulme ab.

Von 1983 bis 1984 besuchte Gerald Klug die höhere technische Lehranstalt Bulme in Graz, nach dem ersten Jahr brach er diese ab und begann eine Lehre als Dreher. Soweit ist dies nun bereits öffentlich bekannt, was aber die Eintagskronen nun exklusiv enthüllen können ist viel schockierendna.

Einer unserer Redakteure fragte am Di. den Minister warum er überhaupt noch hier ist und sich nicht in die Gewerkschaft zurückgezogen hat, wie es andere Kollegen getan hätten, daraufhin gestand Mag. Gerald Klug folgendes Dilemma ein:

"Mein ehemaliger Prof. DI. Dr. Marius Nussbrenner, Bundespräsident Dr. Heinz Fischer und Bundeskanzler Herr Nicht-Mag. Werner Faymann, wolltna mich einbremsna. Prof. Nussbrenner hatna nämlich meina Fehlstundna bis zum angedachtna Maturatermina 1988na aufgrechnetna, jetzt darf ich bis 2018na diese Zeit abdiena!"

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Bild: Klug ist frustriert, er muss noch 2 1/2 Jahre abdiena, bis er den Postna an den Nagl hängna darf.

Klug, der im zweiten Bildungsweg zuerst die Studienberechtigungsprüfung und dann den Mag.jur. nachmachte, hatte mit allem gerechnet, nur nicht damit, dass er vom Bundesrat aus zum Verteidigungsminister ernannt werden würde. Nach der Probezeit von 6 Monaten wurde er im Dezember 2013 erneut angelobt. Nun kam die Überraschung, Klug rechnete nämlich fix mit seiner Bestellung als Franz Voves Nachfolger und damit, mit seiner Ernennung zum steirischen Landeshauptmann im heurigen Jahr, doch diesmal hatte er sich geschnitten.

Bei den Verhandlungen um den Landeshauptmannsessel im Juni, rückte plötzlich Reinhold Lopatka von der ÖVP eine Kopie der Angelobungsurkunde Klugs heraus, damit war der Minister deklassiert und der letzte Widerstand der SPÖ im Kampf um die Führungsposition in der Steiermark gebrochen. Klug warf dem Verhandlungspartner am Anfang der Sendung "Runder Tisch" im ORF, ein falsches Spiel vor und rechtfertigte damit seine Ablehnung zu dem Regierungsübereinkommen.

Video: Klug spricht über seine Bestürzung, dass er nicht Landeshauptmann wurde...

Nun sechs Monate danach, kam die Wahrheit zutage, Bundespräsident Heinz Fischer trickste den brillanten Kurzhaarträger Klug bei der öffentlichen Angelobung aus, und ließ auf der Angelobungsurkunde kurzerhand eine Passage einfügen, in der sich der Minister dazu verpflichtete die 8760 Fehlstunden aus seiner HTL Zeit bis zum Ende der Legislaturperiode abzusitzen.

Wir sprachen auch mit Prof. DI. Dr. Marius Nussbrenner über die Vorwürfe die Klug gegen ihn erhob, dieser lachte näckisch, der ehemalige Professor für Elektrotechnik und Mechanik gab aber folgendes Kommentar ab: "Ach das passt schon, der Geri macht seinen Job eh ganz brav, er war auch immer ein sehr fleißiger Schüler, nur die die Fehlstunden waren halt ein Problem. Er hat immer die Werkstücke 5mm nach der Soll-Stelle abgefeilt, weil er das so zielstrebig getan hat, haben wir ihn garnicht gebremst. Heute spart er ja auch mehr ein, als er müsste!"

Für Klug der in seiner Jugend neben einer poltiischen Karriere, auch die Überlegung verfolgte ins älteste Gewerbe der Welt als Vermittler einzusteigen oder mit weniger bekannten Präparaten in Pulverform den Menschen ein besseres Leben verkaufen wollte, ist die lange Minsterzeit ein finanzielles Desaster. Würde der Minister für die Gewerkschaft im Vorstand tätig sein, wäre sein Honorar ungleich höher, außerdem hätte er als Dienstwohnung eines der seltenenen und daher sehr begehrten Penthäusna in der Wiener Innenstadt zur Verfügung gestellt bekommen.

"Jetzt heißt es durchbeißna, bis 2018 die Wachablösung erfolgtna."; so der Minister in seinem Schlußsatz.

Bis demnächst, ihre Eintagskronen.

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Quellen:

Foto: Klug, Jacqueline Godany, Fazit-Magazin, Montage: Claudio Schiesl

Video: Runder Tisch, ORF

Gepostet am 02. 12. 2015