Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl will Bundespräsident werden

Eilmeldung- Der Bürgermeister von Graz, Siegfried Nagl setzt Spekulationen nun ein Ende, er will Bundespräsident von Österreich werden und in Wien kräftig aufräumen. Er sieht seine Kandidatur als logischen Schritt einer göttlichen Fügung.

Auch wenn die ÖVP erst heute Abend die Entscheidung bekannt geben will, so kann Sie aller Wahrscheinlichkeit nach mit zwei Kandidaten ins Rennen gehen. Mag. Siegfried Nagl der Bürgermeister von Graz, überlebte ja nicht nur politische Spekulationen dass er steirischer Landeshauptmann wird (dieses Streben nach mehr Macht wurde ihm von seinen Parteikollegen verwehrt), sondern auch einen gemeinen Anschlag auf sein Leben im letzten Juni.

Bild: Nagl wollte immer mehr, nun strebt er das höchste Amt im Staat an.

Nach diesem Anschlag änderte sich für den Bürgermeister alles, so sagte er heute Mittag gegenüber unserer Redakteurin Sabrina Scherdnix dass er sich den Menschen dieses Landes verpflichtet fühle zu kandidieren. Wörtlich sprach Nagl von einer "göttlichen Fügung", er sehe es als sein "Schicksal den Menschen als erster Mann im Staate zu dienen".

Anderslautetenden Gerüchten soll Politologe Peter Filzmeier ihm für ein Honorar von 100.000 Schilling den Rat gegeben haben, dass er mit seiner Legende nun Bundespräsident werden könnte, für ein anderes Amt sehe er keine realistische Chance.

Auf die Frage "Ob er für seine Kandidatur die Unterstützung der Partei hätte?", antwortete Nagl: "Ich habe die volle Unterstützung der Grazer Volkspartei, mehr braucht es nicht, wir haben für die Kandidatur einen Etat von 7 Millionen Euro aus dem Grazer Stadt-Budget bereits genehmigt, damit handelt es sich auch um eine unabhängige Volkskandidatur denn das Volk hat sie ja bezahlt und ich kandidiere unabhängig von der Entscheidung der Bundes-ÖVP"

Video: Videobeitrag über die Kandidatur von Siegfried Nagl.

Laut unseren Recherchen entspricht das geplante Budget von 7 Millionen Euro der jährlichen Wirtschaftsförderung der Stadt Graz und soll aus dem Topf der Kulturförderung bezahlt werden die ca. 55 Millionen Euro ausmacht.

Für die Grazer Werbeagenturen ist die Kandidatur von Nagl ein Geldsegen, insbesondere die ÖVP-nahen Agenturen rechnen mit einem guten Geschäft, so wird Richi Peer von PE-ER-PR, den Wahlkampf des Grazer Bürgermeisters leiten.

Ob die Grazer Vize-Bürgermeisterin Martina Schröck (SPÖ) die vor kurzem das Mindestalter für eine Kanditur (35 Jahre) überschritten hat, auch antritt, bleibt offen. Sie gab gestern bekannt, dass Sie die Kandidatur von Alexander van der Bellen unterstützen will, was ihr Parteikollege Bundeskanzler Werner Faymann dazu sagt, ist noch nicht bekannt.

Gepostet am 10. 01. 2016